Drucker der Lutherbibel in der Familiengeschichte

(Faksimilie einer anderen Ausgabe der Lutherbibel)

Hannelore Lufft aus Bückeburg wusste schon aus Erzählungen über die Geschichte ihrer Familie, dass das dicke, alte in Leder gebundene Buch ein besonders wertvolles Familiengut ist. Es ist eine Ausgabe der originalen Lutherbibel und wurde im Jahr 1548 in Wittenberg gedruckt, zwei Jahre nach dem Tod des Reformators Martin Luther. "Gedruckt von Hans Lufft" steht da. Diese Bibel ist ein Erbstück in der Familie Hannelore Luffts und wird zusammen mit ein wenig Familiengeschichte von Generation zu Generation weitergereicht.
Hannelore Lufft begann sich für Ahnenforschung zu interessieren und fand eine Menge interessanter Details aus dem Leben ihres Ahnen heraus, etwa über seinen Werdegang als Buchdrucker, der in Amberg begannund in Leipzig fortgesetzt wurde. Bis Hans Lufft schließlich in Wittenberg landete und zuerst noch als Schuldeneintreiber für Luther arbeitete, bevor er 1534 die erste vollständige Bibelübersetzung Martin Luthers, eben die "Lutherbibel" druckte, die von da an in vielen Auflagen und Exemplaren um die Welt ging. In jahrelanger Arbeit gelang es der Nachfahrin die 500 Jahre Familienchronik, die zwischen ihr und Hans Lufft liegen, aufzuarbeiten. Dazu lernte sie sogar mit Hilfe eines Fachbuchs über die "Deutsche Schreibschrift" Dokumente in alten Handschriften wie Kurrent zu entziffern. Die mühsame Arbeit, die sie oft nächtelang wach hielt, bezeichnet sie als Abenteuer, das sie bis heute gefangen hält. Sie recherchiert mit Hilfe des Internets aber auch mit Hilfe von Aufzeichnungen, Briefen und  anderen Dokumenten, wie Leichenreden. Die Ahnenforschung der Schaumburgerin ist jedenfalls noch lange nicht abgeschlossen.