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Düsseldorf - Archive der Stadt für Familien- und Stadtforscher



23 Düsseldorfer Archive haben sich am 8.3.2014 mit Informationsständen, Ausstellungsstücken und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm am Hauptbahnhof präsentiert.

Den Besuchern auf der schon traditionellen Börse wurde gezeigt, welche Schätze die Düsseldorfer Archive in ihren Kellern hüten. "Denn dort werden in der Tat viele Archivalien aufbewahrt – geschuldet den statischen Verhältnissen, denn Papier wiegt!", so derwesten.

Einblick in die Bestände der teilnehmenden Archive erhielten Besucher an den Ständen und in Vitrinen wo Fotos, Bücher und Urkunden bis hin zu Zeitungen, Postkarten, historischen Alltagsgegenständen und alten Produkten ausgestellt waren. Kompetente Ansprechpartner standen mit Rat bereit und halfen beim Entziffern alter Schriften und Dokumente, bei Fragen zum Verfassen einer schulischen Facharbeit, boten Unterstützung beim Aufbau und der Pflege eines privaten Archivs oder der Erhaltung digitaler Daten und vereinbarten private Beratungstermine.

Eine gute Übersicht über die interessanten Archive der Stadt Düsseldorf ist in einer Broschüre zusammengefasst.
Download pdf Archivführer Düsseldorf

Namensforschung - die unterschätzte Quelle der Ahnenforschung

Familienforschung hat ein gewisses Suchtpotential und scheint auf den ersten Blick nicht allzu viel mit Namensforschung (Onomastik - richtig eigentlich "Namenforschung" ohne "s") zu tun zu haben.

Fängt man jedoch einmal an, sich über das Leben und Wirken der Eltern und Großeltern Gedanken zu machen, so plagt einen schnell die Neugier, woher sie kamen, wer ihre Eltern oder Großeltern waren, welche Ereignisse ihre Leben besonders prägten und in welchem Umfeld sie sich aufhielten. Immer weiter zurück in die Geschichte führen die Linien, oft ausgehend von Dokumenten und Erzählungen innerhalb der Familie.

Irgendwann taucht auch die Frage nach der Herkunft eines bestimmten Namens auf. Für manche Forscherinnen und Forscher ist sie sogar der Auslöser, sich überhaupt mit Genealogie zu beschäftigen.

Hilfreich kann die Ergründung der Namensbedeutung auch sein, um eine Frage, bei der man steckenzubleiben scheint, zu lösen oder die Forschung in eine neue Richtung zu bewegen. Manche Familiennamen, wie "Müller" oder "Schmied" erklären sich von selbst. Andere hingegen scheinen vollkommen willkürlich zu sein. Doch das ist nicht der Fall. Jeder Familienname hatte früher einmal eine Bedeutung. Daher ist es eines der Hauptziele in der Familienforschung, die Bedeutung, aber auch die Verbreitung des Namens zu entschlüsseln.

Lange Zeit reichte der Vorname aus, um eine Person in der Gemeinde anzusprechen. Doch im Mittelalter (um 1000) ging die Vielfalt der Vornamen verloren. Es gab bereits Modenamen und mit dem rasanten Wachstum der Städte und Gemeinden wurde es notwendig, Personen näher zu bezeichnen. Oft wurden sie mit ihrem Beruf charakterisiert, wie "Schmied Hans". Manche Menschen erhielten ihre eindeutige Bezeichnung durch eine Beschreibung ihres Äußeren, wie "Langer Hans" oder ihres Herkunftsorts, wie "Rohrmooser Hans". Der Beiname war anfangs an die jeweilige Person gebunden. Ihre Familienmitglieder hatten ganz eigene Beinamen. Interessant ist aber, dass nach damaligem Gebrauch der "Langer Hans" mit dem "Rohrmooser Hans" durchaus identisch sein konnte, je nachdem, wer gerade über ihn sprach. In Rohrmoos könnte man ihn "Langer Hans", unten in der Stadt wird man ihn eher "Rohrmooser Hans" gerufen haben. Schon eine oder zwei Generationen später konnte nicht mehr festgestellt werden, wer nun genau dieser Hans gewesen war.

Aber um Besitz zu dokumentieren, Urkunden zu unterzeichnen, Geldgeschäfte zu tätigen, brauchten die Personen einen bestimmten Namen, der sie über ihre Generation und über ihre Gemeinde hinaus eindeutig identifizierte. So begann der Übergang vom "Rufnamen" zum "Vornamen mit Nachnamen" ungefähr im 12. Jahrhundert. Zuerst bedienten sich Adlige und reiche Bürger dieser Benennung, während sich beim Gesinde dies erst später durchzusetzen begann. Am Land war die Einnamigkeit teilweise bis ins 17. und sogar 18. Jahrhundert üblich. Vom Südwesten her verbreitete sich das Modell des Familiennamens im 13. und 14. Jahrhundert bis in den Nordosten Deutschlands.

Eine ausgezeichnete Quelle für Namenforscher in Deutschland oder im deutschsprachigen Gebiet ist dieWebseite für Onomastik

Die Seite bietet ein Webservice mit Namenkarten, die über die geografische Verbreitung eines bestimmten Namens Auskunft geben.

Jedenfalls kann die Beschäftigung auf dem faszinierenden Gebiet der Namenforschung der Erforschung der eigenen Familiengeschichte auf die Sprünge helfen, sie bereichern oder sie wieder in Gang setzen.




Ahnenforschung in Linz, Mühlviertel, Salzkammergut

Eine hervorragende Quelle für Ahnenforscher im Raum Oberösterreich bietet die Diözese Linz. Die Originalmatriken reichen in Oberösterreich zum Teil bis ins 16. Jahrhundert zurück und werden in den Pfarren verwahrt. Das bishöfliche Konsistorium befürwortete ausdrücklich die Digitalisierung und so wurden in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv die oberösterreichischen Pfarrmatriken vom Beginn der Aufzeichnungen bis 1820 eingepflegt und sind zum Teil sogar bereitsüber das Internet zugänglich
Aus konservatorischen Gründen können die Originalmatriken daher nur noch in Ausnahmefällen im Original in den Pfarren eingesehen werden.

Andrichsfurt Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1785-1891
Diersbach Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1667/1785
Enzenkirchen Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1672/1658-1784/1891
Kematen Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1601/1622-1703/1712
Linz-St.Peter Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1788-1891
Meggenhofen Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1663-1891/1784
Neuhofen i.I. Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1785-1860
Neumarkt í.M. Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1784-1819/1824
Oepping Taufbuch 1889-1905
Peterskirchen Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1641-1891
Pergkirchen Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1619-1784
Pichl b.W. Sterbebuch 1650-1772
Pram Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1625/1643-1783
Schildorn Tauf-, Trauung-, Totenbuch 1750/1771-1891
Taiskirchen Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1581-1891
Utzenaich Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1662/1784-1891
Wartberg a.d.Kr. Taufbuch 1656-1738
Wendling Tauf-, Trauungs-, Totenbuch 1686-1880/1891


Kenntnis der Familiengeschichte hat positiven Einfluss auf die Gesundheit von Teens

Psychologen der Emory Universität fanden in einer Studie heraus, dass Teenager, die ihre Familiengeschichte kennen, höhere soziale und emotionale Gesundheit zeigen. Die ungewöhnliche Studie, so die Washington Post, sollte erfassen, wie das Erzählen von Geschichten einer Familie hilft, zu funktionieren.

Die Wissenschafter nahmen Tischgespräche auf, um herauszufinden, wie Familien ihre Geschichten mitteilen. Dann entwickelten sie eine "Weißt du"- Skala, um feststellen zu können, wie viel die Jugendlichen über ihre Familiengeschichte tatsächlich wissen.

Höhere Wissenswerte auf der Skala hängen belegbar mit verschiedenen positiven Zuständen zusammen. Zum Beispiel mit einem höheren Selbstwertgefühl, auch besaßen die Teens mit höheren Werten auf der Weißt-du-Skala einen stärkeren Glauben in ihre Fähigkeiten, ihre Zukunft zu kontrollieren. Sie hatten geringere Angstwerte, weniger Verhaltensstörungen, weniger Verspannung im Fall von Stress, bessere Lernerfolge und ein besseres Verhältnis zu ihren Eltern.

Einer der Gründe sei, so die Psychologin Robyn Fivush, dass diese Erzählungen bei der Identitätsfindung helfen, die bei Heranwachsenden eine zentrale Frage sei. Beruf, Religion, Werte, die Frage, wer man sein möchte, bestimmen die Gedanken der Jugendlichen sehr stark.

Aber bedeutet dies, die Kenntnis der Familiengeschichte hilft den Teens, zur ihrer Persönlichkeit zu finden? Nicht unbedingt, so die Forscher. Das Kennenlernen der Geschichte der eigenen Familie reflektiert jedoch an sich eine Familienstruktur und ein System, das von Zusammenhalt geprägt ist, von dem die Jugendlichen profitieren.

Hier ist eine Auswahl der "Weißt du"-Skala in Übersetzung
Weißt du
1. wie sich deine Eltern kennenlernten?
2. wo deine Mutter aufwuchs?
3. wo dein Vater aufwuchs?
4. wo einige deiner Großeltern aufwuchsen?
6. wo deine Eltern heirateten?
8. woher dein Name kommt?
13. was deine Eltern aus guten oder schlechten Erfahrungen lernten?
16. was deine Eltern arbeiteten, als sie jung waren?

Link zum Bericht über diese Studie in dre Washington Post


Genealogie Siebenbürgen

Eifrige Ahnenforscher sind die Siebenbürgener.
Auf dem Heiligenhof stand das 11. Seminar vom 4.-6. Oktober 2013 unter dem Motto „Das Projekt ,Genealogie der Siebenbürger Sachsenʻ hautnah. Tage der offenen Tür“, zu dem alle siebenbürgischen Genealogen eingeladen worden waren, um sie mit dem Projekt vertraut zu machen und zum Mitmachen anzuregen. Aus dem Bericht der Siebenbürgischen Zeitung: ---Einleitend sprach Renate Weber über die Studien zur Erforschung der Deportation der Siebenbürger Sachsen in die Sowjetunion 1945-1949, die 1995 als dreibändige Publikation erschienen. Ein Teil dieses Forschungsprojekts war die möglichst vollständige Erfassung der Daten aller Deportierten, darunter Name, Geburtsdatum, Beruf, Arbeitslager, Entlassungs- bzw. ­Todesjahr. Dafür wurden Erhebungsbögen entworfen und Vertretern aller siebenbürgisch-sächsischen Gemeinden zugesandt. Mithilfe von Archivmaterial der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien konnten zusätzliche Informationen beschafft werden. Aus dem so gewonnenen Material ergab sich eine Gesamtzahl von 30336 deportierten Siebenbürger Sachsen, von denen 3076 die Deportation nicht überlebt haben. Da diese Erhebungsbögen mit den erwähnten Angaben für die Genealogen besonders bedeutsam sind, wurden sie bereits vor zwei Jahren gescannt und den Projekt-Mitarbeitern zugänglich gemacht.

Jutta Tontsch stellte anhand einer PowerPoint-Präsentation zuerst das Siebenbürgische Institut in Gundelsheim mit dem Nachlass-, Bild- und Tonarchiv vor. Die siebenbürgische Bibliothek, die sich im Schloss Horneck befindet, bildet mit ihren 80000 bibliographischen Einheiten die größte Transylvanica-Sammlung westlich von Budapest. Das Genealogische Archiv ist für die Mitarbeiter des Projektes eine Fundgrube von Daten und Dokumenten. Ahnenpässe, Ahnentafeln, Ahnenlisten, Stammlisten und viele weitere Unterlagen aus Spenden einzelner Siebenbürger Sachsen stehen Forschern und Interessenten zur Verfügung. Sie erklärte Begriffe und Abkürzungen aus dem Katalog des Genealogischen Archivs (KGA) und wie man mit diesem Katalog und der dazugehörigen Familienliste arbeitet.---
Wer also Interesse hat, sollte Kontakt mit dem Verband der Siebenbürgener Sachsen aufnehmen. Webseite des Verbandes mit ausführlicher Information über das Projekt


Fragen und aufschreiben

„Man hätte früher anfangen und die Großeltern fragen und alles aufschreiben müssen, was sie noch wissen“, sagt Wolfgang Roßberg, ein begeisterter Ahnenforscher aus Sachsen, der seine Ahnen bis etwa 1330 zurückverfolgen kann.
Ausführlicher Artikel in der Sächsische Zeitung

Genealogie und Familienforschung in Bratislava (Pressburg) für Teile des Gebiets der Habsburgermonarchie

Ein Besuch in den Archiven der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Pressburg) kann sich für viele Forscherinnen und Forscher lohnen, vor allem wenn sie genealogisch tätig sind und Spuren ihrer Ahnen aus der Österreich-Ungarischen Monarchie suchen.
Gestern durfte ich mit einer Gruppe österreichischer Genealogen und Genealoginnen unter Führung von Felix Gundacker in die Stadt mit so reicher Geschichte und dichter Atmosphäre reisen.

Staatsarchiv Komitat Bratislava
Unweit des Bahnhofs liegt das slowakische Staatsarchiv, in dem 19 Angestellte Sammlungen von fast 9000 Laufmetern betreuen. 1541 Archivbestände und Sammlungen bewahrt hier die Slowakei in einem irer größten Archive auf. Die Dokumente reflektieren die regionale Entwicklung des Lebens der westslowakischen Region in sozialer, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht.
Das Archiv hat mehrere Filialen, es gibt eine ausgezeichnete deutschsprachige Betreuung für Forscher, die beim Auffinden hilft.
Für Familienforschung besonders interessant sind zum Beispiel die Sammlung der Kirchenmatriken von 1616 - 1895. Auch aus den Beständen von Agrarbetrieben, Mühlen, Konservenfabriken, Zuckerfabriken, Forst und Wasserwirtschaft, Maschinenbau und Bauunternehmungen gewinnen Interessierte Informationen über den Alltag in früheren Zeiten. Die Matriken können auf Mikrofilmen eingesehen werden. In den nächsten Jahren werden sie auch digital zur Verfügung stehen.
Wer spezielle Antworten zu Nächlässen von Adligen ("Nachlassabwicklung") sucht, wird eher in Budapest fündig, oder aber im slowakischen Nationalarchiv, wo auch viele Akten zur Nobilitierungsangelegenheiten (Adelsbriefe) vorhanden sind. Der Katalog bildet dazu eine hilfreiche Stütze. Auch Urbarien sind hier untergebracht, während man die Matriken der Jesuitenuniversität Trnava in Budapest findet.

Stadtarchiv Bratislava
Handwerksverordnungen und Dokumente der Zünfte findet man hingegen im Stadtarchiv. Ebenso Ausgaben der Pressburger Zeitung, Sparkassenbelege, Testamentsbücher, Bürgeraufnahmen, Verzeichnisse der Bürger der Stadt, aber auch Wanderbücher der Gesellen, Häuserbücher, Gesellenbriefe und Matrikelbücher der evangelischen, katholischen und jüdischen Gemeinden, Landkarten und Baupläne. Derzeit hat das Stadtarchiv Bratislava wegen eines Hochwasserschadens im Nationalarchiv Unterschlupf gefunden.

Nationalarchiv
Slovenský Národný Archív (Slowakisches Nationalarchiv) ist das größte Archiv der Slowakei und feiert 2013 sein 30-jähriges Jubiläum. Mit dem Autobus 41 erreicht man den auf einer Anhöhe gelegenen Neubau in Drotárska 42 und findet dort neben rund 70.000 Büchern auch Urkunden, zum Teil noch aus dem Mittelalter, Archivbestände zum Beispiel der Herrschaften der Grafen Palffy und Esterhazy, Staatsdokumente und Bevölkerungszensusse des 20. Jahrhunderts. Restauratoren und Chemikerinnen sind dort mit Archivaren um den Kulturschatz der Slowakei bemüht. Insgesamt arbeiten über 50 Personen vor Ort.

Anfragen zu genealogischen Auskünften in der Slowakei können gestellt werden an:
Ministry of Interior of the Slovak Republic (Ministerstvo Vnútra Slovenskej Republiky)
Odbor Archivníctva a Spisovej Služby
Krížiková 7
811 04 Bratislava
The Slovak Republic

http://www.slovak-republic.org/genealogy/

[Foto (c) LITERELLE]

Ortssippenbücher sind rar - Pfalzgrafenweiler besitzt gleich zwei

Schwarzwald 'Nur wenige Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg haben ein eigenes Ortssippenbuch als Nachschlagewerk und als Grundlage für Ahnentafeln. Pfalzgrafenweiler hat jetzt gleich zwei: Sie tragen im Ländle die Nummern 100 und 101.Präsentiert wurden die beiden Bücher – das eine über Pfalzgrafenweiler, das andere über die Ortsteile Durrweiler, Edelweiler, Herzogsweiler, Kälberbronn und Neu-Nuifra – im Bürgerhaus Herzogsweiler. Die beiden Bände enthalten alle Familien, die seit 1645 oder ab einer späteren Gründung bis 1925 im jeweiligen Ort gelebt haben. Nicht aufgeführt ist Bösingen. Für diesen Teilort existiert bereits ein Ortssippenbuch gemeinsam mit Beihingen.

"So mancher möchte mehr über seine Wurzeln erfahren", wusste Ortsvorsteherin Sieglinde Rohrer, die den Autor, Burkhart Oertel aus Neubiberg, Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie historisch Interessierte, auch im Namen ihrer Ortsvorsteherkollegen willkommen hieß. Sieglinde Rohrer ist sich sicher: "So mancher wird erstaunt sein, wer zu seiner Sippe gehört und wer seine Vorfahren sind".'

Mehr dazu im Artikel von Doris Sannert im Schwarzwälder Boten

Interesse an Genealogie wächst

Auch in Tschechien wächst das Interesse an der Familiengeschichte, wie Radio Prag meldet. Vor allem die amerikanische Show "Who do you think you are?" inspiriert viele Menschen, sich auch mit der eigenen Herkunft zu beschäftigen. Mehr

„durch strolchende Reiter erschossen“ - Bevensens historische Datenbank im Internet

Der Verein Historisches Bevensen e.V. befasst sich seit 2005 mit der Ortsgeschichte des damaligen Fleckens und der heutigen Kurstadt (Bad) Bevensen. Im Jahre 2008 hat der Verein mit dem Aufbau einer familiengeschichtlichen Datenbank begonnen und stellt seit dieser Zeit auch viele Historische Dokumente, geschichtliche Fotoschätze und viele weitere Informationen auf der Webseite www.ortsfamilienbuch-bevensen.de  zur Verfügung. Neben  Schul- und Konfirmationsfotos aus den letzten hundert Jahren können dort auch bis zu einhundertzwanzig Jahre alte Fotos von Bevenser Kinderschützenfesten eingesehen werden.
Besonders stolz ist der Verein auf seine mittlerweile weltweiten Partnerschaften und die Kontakte zu Nachfahren von ehemaligen Bevenser Bürgern, die sonst nur noch als Datensätze in den Kirchenbüchern existieren. Der Verein steht auch in engem Austausch mit anderen Forschern in und außerhalb der Region.
Auf diese Weise wird Geschichte erlebbar und dies ist auch das Motto von diesem Geschichtsverein. Im Februar 2010 wurde mit der systematischen Abschrift der Bevenser Kirchenbücher begonnen  - in einigen Jahren soll dann das Ortsfamilienbuch des gesamten Kirchspiels mit allen dazugehörigen Ortschaften druckreif sein. Da das Projekt ehrenamtlich neben Beruf und Familie bewerkstelligt wird, geht der Verein hier jedoch noch von etwa 8 – 10 Jahren aus.
Vereinsmitglieder können während des gesamten Erstellungszeitraumes bereits die Vereinsinterne genealogische Datenbank im Internet einsehen. Neben den vielen Sekundärquellen, sind die über 20 Kirchenbücher die wesentlichste Quelle. Geburten, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Sterbefälle und die Daten der Bestattungen sind dort verzeichnet. Auch die Randvermerke und Zusatzinformationen werden penibel erfasst. „Freitod durch Erhängen“, „durch strolchende Reiter erschossen“, „gestorben an Gift“ „ertrunken nach dem Trunke“, „vom Baum erschlagen“ und „beim Brunnenbau verschüttet – der entseelte Körper wurde am Folgetag gefunden“ sind nur einige Beispiele. Zu manchen Unglücksfällen hat der Kirchenbuchführer auch in größerem Umfang Aufzeichnungen hinterlassen und so kann man sich gedanklich in das Schicksal eines jungen Mannes versetzen, der durch einen umstürzenden Baum so schwer verletzt wurde, dass ihm erst ein Bein amputiert werden musste und er schließlich doch starb.
Diese Anmerkungen und die verzeichneten Uhrzeiten der Geburten und Sterbefälle lassen die Vergangenheit ein Stück weit lebendig werden. Neue Unterstützer als Mitglieder oder „Lieferanten“ von Erinnerungen, Fotos und Dokumenten sind jederzeit herzlich willkommen!

Schladming Alltag im Wandel der Zeit Fernsehbericht



Links oben: Isidor der Brotführer
In der ORF-Sendung "Steiermark Bundesland heute" vom 19.12.2011 um 19 Uhr gab es eine ausführliche Vorstellung des Herausgebers von SCHLADMING ALLTAG IM WANDEL DER ZEIT, wobei die jahrzehntelange Sammlertätigkeit Heribert Thallers und sein andauerndes Engagement, die geschichtliche Darstellung des Alltagslebens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gewürdigt wurde. Leider konnte ich selbst die Sendung nicht empfangen, da ich in Wien war, doch man berichtete mir, dass der erste Band der Serie ebenfalls kurz vorgestellt wurde. Heribert Thaller stellte das Werk berichtete über seine Tätigkeit, seine Sammelleidenschaft und die vielen wertvollen Hinweise und Unterlagen, die er auch dank der Mithilfe der Bevölkerung besitzt und nun nach und nach veröffentlichen wird. Sein Interesse an weiteren Materialien ist ungebrochen und er forderte die Schladminger auf, ihn zu kontaktieren, wenn ihnen beim Stöbern in alten Fotoalben Bilder unterkommen. "Mir ist klar", schreibt er im Vorwort zum ersten Band, "dass diese Photo-Doku die Geschichtsschreibung nur ergänzen kann." Dennoch bietet sie Gelegenheit, einen einzigartigen Einblick in das Leben zu geben, wie zum Bespiel auch das Foto von Isidor, dem Brotführer, beweist. So wird Wissen bewahrt, das ohne dieses Foto vielleicht für immer verloren gegangen wäre, denn wer kann sich heute schon noch vorstellen, dass man früher in Schladming im Winter das Brot mit dem Schlitten zu den Gehöften führte? Und doch war dies Teil des Alltagslebens unserer Ahnen. Das Buch kostet 29,50 € und ist unter anderem über Buchhandlung Wallig Siedergasse 268 8970 Schladming  erhältlich.


 

Schladming Historisches Buch Fernsehbericht

Bild: eine Seite aus Schladming,
Alltag im Wandel der Zeit Band I.
Soeben erfahre ich telefonisch, dass in den 17 Uhr Kurznachrichten der Steiermark für die Sendung "Bundesland heute" um 19 Uhr ein Bericht über ein historisches Buch von Schladming vorangekündigt wurde. Ich nehme fast an, es könnte sich dabei um "SCHLADMING - Alltag im Wandel der Zeit" handeln und bin schon sehr gespannt auf die Berichte aus der Steiermark. Leider bin ich zur Zeit in Wien und kann die Sendungen nicht empfangen.

Schladming Buch Historische Fotodokumentation Band I

Schladming Alltag im Wandel der Zeit Band I
Am 9.12.2011 kam der erste Band der historischen Fotodokumentation über Schladming heraus. Die Resonanz ist äußerst erfreulich. Von der auf 1600 Stück limitierten Auflage waren am nächsten Tag bereits 500 Stück verkauft. Herausgeber ist Heribert Thaller, LITERELLE durfte das Buch visuell gestalten und ich durfte auch einige Textbeiträge dazu verfassen. Im Wesentlichen basiert es auf jahrzentelanger Sammler- und Recherchetätigkeit des Herausgebers

Den Fotografen verdankt die Fotodokumentation sehr viel, darum leitet ein Kapitel über die örtlichen Fotokünstler den Band ein. Die weiteren Themen des ersten Bandes sind der für die Region so wichtige Eisenbahnbau in den Jahren 1873-1875, von dem in der Sammlung des Herausgebers viele Originalbilder erhalten sind und ein kurzer Artikel über die Baugeschichte. Beide Kapitel werden durch Fachkommentare von zwei Schladminger Ingenieuren bereichert. Zum Eisenbahnbau gab Ing. Ernst Royer Auskunft, dessen Wiener Baufirma maßgeblich auch am Bau der Wiener U-Bahn beteiligt war und zur Bautechnik der Häuser in der Innenstadt, rund um den Hauptplatz, sprach ich mit Bm KR Ing. Georg Bliem. Leser können im zweiten Teil des 256 Seiten umfassenden Bildbandes viel über die Geschichte der Häuser des Hauptplatzes und deren Bewohner erfahren. Das älteste Foto der Sammlung Thaller stammt etwa aus dem Jahr 1855, es ist das älteste bekannte Foto des Marktes überhaupt. Material fast vom Beginn der Fotografie bis in unsere Tage konnte verarbeitet werden, besonders reizvoll im Kapitel über die Häuser des Hauptplatzes und ihre Besitzer, das etwa die Hälfte des Bandes ausmacht. Haus für Haus wird hier in alten aber auch neueren Bildern dargestellt, viele der Personen, die darin wohnten oder arbeiteten, oder die heute diese Häuser beleben, kommen vor. Ein weiterer Fachkommentar von Dr. Johann Tomaschek, dem Archivar und Bibliothekar des Stiftes Admont, befasst sich mit der Geschichte der Gerichtsbarkeit und der Verwaltung von Schladming und beschreibt so das Haus Hauptplatz Nr. 18, das Bezirksgericht. Diese Mischung aus wissenschaftlicher Aufarbeitung, Dokumentation, Insiderwissen, Information und (Alltags)-Geschichten, gepaart mit zum Teil einzigartigen Bildern, erweist sich als zwar neuartige, aber sehr gut angenommene Form von Stadtbüchern, soweit man dies nach so kurzer Zeit sagen kann. Die Aufnahme bisher ist jedenfalls durchwegs positiv und sehr ermutigend.

Ich werde hier weiter über dieses Projekt berichten.



Familienbiographie Moltke

Olaf Jessen ist freier Historiker, der auf zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte verweisen kann. Hier erzählt er aus dem Leben der Familie von Moltke, die die deutsche Geschichte sowohl militärisch, als auch politisch mitgeprägt hat. Über sieben Generationen, vom Zeitalter Napoleons bis in die Gegenwart spielten Mitglieder der Familie große Rollen in der Geschichte Deutschlands: als Schlachtensieger und gescheiterte Weltkriegsstrategen, demokratische Regierungschefs und Innenminister des Kaisers, homosexuelle Komponisten und patriarchalische Gutsbesitzer, Botschafter des NS-Regimes und Widerstandskämpfer gegen Hitler, Investmentbanker in New York und Visionäre eines geeinten Europa. Helmuth von Moltke, der Sieger von Königgrätz und Sedan, wurde zur Ikone des Kaiserreichs, der Widerstandskämpfer Helmuth James von Moltke zur Identifikationsfigur einer demokratischen und weltoffenen Bundesrepublik. Zur Sprache kommen dabei auch die Frauen, von der Hofdame Königin Luises bis zu der kürzlich verstorbenen Widerstandskämpferin Freya von Moltke. Ein, so die einhellige Meinung der Amazon-Rezensenten, meisterhaft geschriebenes Familienporträt des Adelsgeschlechts in dem sich die preußische und deutsche Geschichte und das sich wandelnde Selbstverständnis einer Nation spiegelt. Auch ein guter Geschenktipp für Weihnachten.



Rechenmeister Adam Ries hat 7500 lebende Nachkommen

Adam Ries (fälschlich oft Riese) war einer der berühmtesten Rechenmeister und gilt auch durch sein Rechenlehrbuch, das er nicht wie damals üblich in lateinischer, sondern in deutscher Sprache schrieb, allgemein als der "Vater des modernen Rechnens". Er stammte aus Deutschland, und lebte im 16. Jahrhundert. In Annaberg oder Wiesa starb er im Jahr 1559.

Einer seiner Nachfahren betreibt Ahnenforschung und hat dem Gelehrten nun eine Ausstellung in den Stadtwerken Olbernhau gewidmet. "Spur der Ahnen - Adam-Ries-Nachfahren in Olbernhau und Umgebung" wurde vom Schlettauer Ralf Graupner zusammengestellt, der Ortschronist in seinem Heimatort und Mitarbeiter der Stadtwerke Annaberg ist. In einer Datenbank finden sich über 24.000 Nachfahren, 7500 von ihnen leben derzeit, darunter sogar einige in den USA und in China.

Die Ausstellung ist bis 2. Februar 2012 zu den Öffnungszeiten der Stadtwerke Olbernhau GmbH Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 13 bis 18 Uhr zu sehen.

Bild Adam Ries 1550 im 58. Lebensjahr, Quelle: Wikipedia

Online Archiv britische Nationalbibliothek stellt historische Zeitungsartikel online

Rund 4 Millionen Seiten historischer Zeitungsartikel aus den letzten 300 Jahren stehen nun online zur Verfügung. Interessierte können im Internet recherchieren. Hauptsächlich handelt es sich dabei um lokale und regionale Zeitungen, die von der British Library und Brightsolid Online-Publishing für das Archiv gescannt wurden. Darunter sogar einige Seiten, die für die Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich waren. Die ältesten Berichte stammen laut der britischen Tageszeitung The Telegraph, aus dem Jahr 1700. Menschen aus allen Ländern der Welt steht diese Online-Bibliothek jederzeit zur Verfügung. Durchsuchen können Nutzer das Archiv kostenlos, wenn sie einen Artikel in voller Länge lesen möchten, wird eine Gebühr fällig. Etwa 7 Pfund für 48-Stunden Zugang, oder 30 Pfund im Monat, bzw. 80 Pfund im Jahr.

Highlits beinhalten: Ausführliche Berichterstattung über Verbrechen und Strafjustiz, Augenzeugenberichte historischer Ereignisse, Illustrationen und auch Werbeanzeigen, vom "letzten Schrei" der Mode vergangener Tage bis zum "neuesten Wundermittel gegen Haarausfall". Diese Berichte bieten einen frischen Blick auf die Geschichte, wie wir sie zu kennen glauben, geben oft überraschende Details von Ereignissen oder Personen, die die Welt veränderten wieder und sind eine wahre Fundgrube für Familienhistoriker in der ganzen Welt.

The British Library
Pressearchiv BLUK Foto (c) The British Newspaper Archive





Neues von Genealogie Online auf Österreichs größter Datenbanksammlung

Neu auf GenTeam: mehr als 300.000 neue Einträge

1 neue Indices aus katholischen Matriken von Nieder- und Oberösterreich, Burgenland, Steiermark, sowie Verehelichungszeugnisse aus Bayreuth 1673-1915
2 Neue Indices aus grundherrschaftlichen Aufzeichnungen in Niederösterreich und Tschechien 1370-1848
3 Neu: Sterbeanzeigen des Prager Tagblattes 1877 – 1938
4 Neu: Sterbeanzeigen aus Tiroler Tageszeitungen 1815-1919
5 Logen – Mitglieder weiterer Logen 1785-1931
6 Neu: Index aus dem Stadtarchiv Steyr 1088-2011 (Quellen 1824-2011)
7 Neu: Index zum Buch Wer einmal war – Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938, von Georg Gaugusch

Mit diesen Daten stehen dem Benutzer nun mehr als 5 Millionen Einträge zur Verfügung. Seit Jänner 2010 haben sich bei GenTeam mehr als 14.000 Benutzer angemeldet, allein 2011 bereits mehr als 6.300. Etwa 80% aller Benutzer greifen regelmäßig auf die Datenbanken zu und nutzen sie mehrmals pro Monat für ihre Forschungen. Allein 2011 konnte GenTeam bereits mehr als 1 Million Einzelabfragen verzeichnen.

GenTeam ist kostenlos, nicht Gewinn-orientiert und auch nicht an einen Mitgliedsbeitrag gebunden.

GenTeam ist eine Vereinigung von Historikern und Genealogen, die selbständig oder im Team an Datenbanken arbeiten und diese Daten Forschern kostenlos zur Verfügung stellen.

1 Neue Indices aus katholischen Matriken Einträge aus katholischen Matriken aus Nieder- und Oberösterreich, Burgenland, Steiermark, sowie Gesuche von Verehelichungszeugnissen der Stadt Bayreuth sind hinzugefügt worden. Damit stehen dem Forscher nun mehr als 1,1 Million Einträge zur Verfügung. Hinzugefügt wurden Indices aus: Niederösterreich: Aspang, Bad Schönau, Emmersdorf, Großgöttfritz, Großriedenthal, Hohenwarth, Kirchschlag in der Buckligen Welt, Nöchling, Ottenschlag, Pischelsdorf, Spital bei Weitra, Walkenstein. Oberösterreich: Maria Neustift, Münzbach Mähren: Großolkowitz, Leipertitz, Böhmisch Grillowitz Burgenland: Kittsee, Illmitz Steiermark: Trauungsindex der wichtigen Pfarre Mariazell 1673-1911 Bayreuth: Verehelichungszeugnisse 1875-1915

2 Neue Indices aus grundherrschaftlichen Aufzeichnungen in Niederösterreich (1370) und Tschechien (1604-1848) Indices von diversen tschechischen Grundherrschaften (Dobroslawitz, Goldenstein, Gotschdorf, Lehn Sedlnitz, Partschendorf, wurden von Herrn Jaroslav Vyka zur Verfügung gestellt. Von Niederösterreich wurde das Urbar von St. Pölten aus dem Jahr 1370 von Herrn Mathias Hasenzagl aufgearbeitet.

3 Neu: Sterbeanzeigen des Prager Tagblattes Nachdem bereits die Sterbeanzeigen aus der Neuen Freuen Presse sowie des Pester Lloyds auf GenTeam zu finden waren, konnte ein Team nun jene der dritten wichtigen Tageszeitung der Monarchie, des Prager Tagblattes zwischen 1877 und 1938 aufarbeiten und als Datenbank GenTeam zur Verfügung stellen. Bei Traude Triebel, Georg Gaugusch, Yoav Lahad und Freddy Spielmann möchte ich mich für diese umfangreiche Arbeit herzlich bedanken.

4 Neu: Sterbeanzeigen aus Tiroler Tageszeitungen 1815-1919 Sterbeanzeigen aus den Tiroler Tageszeitungen Bote für Tirol, Bozner Nachrichten, Bozner Zeitung, Brixner Chronik, Der Burggräfler, Innsbrucker Nachrichten, Lienzer Zeitung, Maiser Wochenblatt, Meraner Zeitung, Pusterthaler Bote, Südtiroler Volksbote, Der Tiroler, Überetscher, Überetscher Gemeindeblatt für Eppan und Kaltern wurden von Herrn Hans-Peter Haberditz aufgearbeitet und GenTeam zur Verfügung gestellt.

5 Logen – Mitglieder diverser Logen 1785-1931 Mitglieder weiterer Johannislogen und B´nai B´rith Logen von Wien, Prag, Elberfeld, Coblenz, Neudörfl an der Leitha, Ödenburg, Sagan, Gera und Weida wurden hinzugefügt. Angegeben werden nicht nur Familienname und Vorname, sowie – je nach Loge – ua. Beruf, berufliche und private Adresse, Aufnahmedatum, sowie das Sterbedatum bereits verstorbener Mitglieder.

6 Neu: Personen-Index für die Archivalien des Stadtarchives Steyr, OÖ Diese von Herrn Ing. Pabinger zur Verfügung gestellte Datenbank beinhaltet Hinweise auf Personen in vielen Quellen des Stadtarchives von Steyr. So sind zB Ratsprotokolle, das Eisenstrassenarchiv, diverse Kalender und Zeitungen, Personenindices aus Verehelichungsgesuchen oder Sterbeanzeigen, Amtsblättern etc. zwischen 1824 und 2011 mit Personendaten zwischen 1088 und 2011 aufgearbeitet worden.

7 Neu: Index zum Buch „Wer einmal war“ von Georg Gaugusch Diese Datenbank ist das Namensregister zum Buch von Georg Gaugusch: Wer einmal war – Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938. Der erste Band, erschienen im November 2011 im Amalthea-Verlag, beinhaltet die Buchstaben A-K, umfasst ca. 1.700 Seiten und behandelt rund 250 Familien. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite www.jewishfamilies.at.

Auf GenTeam, Österreichs größter Datenbanksammlung, finden Sie nun mehr als 5 Millionen Einträge:
- Trauungsindex von Wien und Umgebung zwischen 1542 und 1860
- Ziviltrauungen von Wien zwischen 1870 und 1908       
- Indices von evangelischen Trauungen von Wien AB und HB zwischen 1783 und 1879
- Indices aus der IKG (Israelitische Kultusgemeinde) Wien zwischen 1826 und 1910
- Austritte aus dem Judentum in Wien zwischen 1868 und 1914 - Konvertiten in Wien zwischen 1782 und 1914
- Zwangstaufen im Wiener Findelhaus 1816-1868
- Parten aus der Neuen Freuen Presse 1864-1938
- Parten aus dem Pester Lloyd 1870-1910 - Parten aus dem Prager Tagblatt 1877-1938
- Parten aus Tiroler Tageszeitungen 1815-1919
- Index-Sammlung aus katholischen Kirchenbüchern 1590-1921
- Index-Sammlung von evangelischen Kirchenbüchern 1627-1784
- Index-Sammlung aus jüdischen Matriken 1784-1925
- Index-Sammlung von grundherrschaftlichen Aufzeichnungen in NÖ
- Besitzer der Bauparzellen in Niederösterreich 1817
- Sterbebilder aus beiden Weltkriegen - Mediziner aus Wien
- Index des biographischen Werkes von Wurzbach
- Mühlenverzeichnis aller Mühlen Cisleithaniens 1876
- Index der Personenstandsregister von Nürnberg 1810-1979
- Verzeichnis der Neubekehrten aus dem Waldviertel 1652-1654
- Mitgliederverzeichnisse diverser Logen 1783-1936
- Abdecker in Mitteleuropa
- Generalindex des Wappenverzeichnisses Siebmacher
- Ortsverzeichnis von Tschechien, Österreich mit Südtirol und Slowenien

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Nürnberg Genealogie mit langer Tradition

"Es läßt tief in den reichsstädtischen Bürgerstolz der alten Nürnberger blicken, was die Stadtbibliothek jetzt ihren Nachfahren unter Glas zur Schau stellt: Geschlechterbücher, Familienchroniken und Wappenverzeichnisse aus sechs Jahrhunderten." Dieser Bericht findet sich im Kalenderblatt von Nürnberg vom 10. November 1961. Wiewohl schon einige Jahrzehnte her, ist der Artikel sehr aufschlussreich, zeigt er doch die lange Tradition der Stadt im Bereich Ahnenforschung, die in Nürnberg auf eine 600-jährige Geschichte zurückblicken kann. Und "darin erweist sich's, daß in dieser Stadt von jeher nicht nur die adligen Patrizier, sondern auch die biederen Handwerkerfamilien das Gedenken daran gepflegt haben, woher sie kamen und daß sie 'net aaf der Wassersupp'n daherg'schwumma' sind." Die Familienforschung in Franken begann mit jenem Ulman Stromer, der sich am Ende des 14. Jahrhunderts niedersetzte, um ein „Püchel von meim geslechet und abentewr“ zu schreiben. Und damit einen wahren Boom an Familienchroniken, Wappenbüchern, Stammregistern, Tabulae Genealogicae, Memorialbüchern, „Genealogischen Verzeichnussen“ und Ahnenlisten mehr oder minder feiner und prominenter Nürnberger Familien auslöste. "Unter den Patriziern, die ihre Chroniken oft schlicht „Hallerbuch“ oder „Derrerbuch“ nennen, ragen an bürgerlichen Familien vor allem die des Hartmann Schedel, des Lazarus Spengler und des Georg Andreas Will hervor. Aber auch unter weniger geläufigen Stichmarken lassen sich kleine Entdeckungen machen: so im „Stamm-Register der Hertzen zu Nürnberg“ wo sich gleich in der ersten „Generati“ als Eidam, als Schwiegersohn des Ulrich und der Margarethe Hertz, der große Bildschnitzer Veit Stoß findet, der das zwölfte von deren siebzehn Kindern 'gehertzt' hat." Eines der schönsten Stücke der Ausstellung sei das Stammbuch der Scheuerl, das 1523 begonnen und mit unzähligen Originalstichen von Albrecht Dürer geschmückt ist. Das interessanteste jedoch, so der Artikel weiter, sei das Werk des Johann Siebmacher. „New Wappenbuch“, dessen erster Teil 1605 – und dessen 621. Lieferung im Jahre 1961 erschien. Immer wieder aber finden sich neben den Wappen und Namen auch die Bildnisse der „jungkfrawen“ und der „Ehrlich bidermänner“, die sich um die Erhaltung der Familien verdient gemacht haben: stolze Gesichter, aus denen das Bewußtsein spricht, „etwas zu sein“. Dem Besucher der Ausstellung aber "mag es über alldem zum Bewußtsein kommen, welch betrübliches Zeichen es ist, daß der Durchschnittsbürger von heute bestenfalls bei seinem Hund, nicht aber bei sich selber Wert 'auf Stammbaum' legt." Aus den Nürnberger Nachrichten vom 10. November 1961 Link zum Kalenderblatt Bild von der Quelle

Ahnenforschung Schweiz Anleitungsbuch von einem Archivkundler

Der Schweizer Archivar Leonardo Broillet, stellvertretender Kantonsarchivar in Freiburg, verfasste einen praktischen Leitfaden für Ahnenforscher unter dem Titel "Mes aïeux! Guide de recherches généalogiques et biographiques aux Archives de l’Etat de Fribourg" (148 Seiten). Es liegt (bisher) allerdings leider nur auf Franzöisch vor.
In einem Interview mit swissinfo.ch gibt er auch ein wenig Einblick in die aktuelle Ahnenforschung in der Schweiz. Denn auch bei den Eidgenossen erfreut sich die Ahnenforschung zunehmender Beliebtheit. Hier einige Auszüge daraus, nachzulesen auf swissinfo
swissinfo.ch: In der Schweizer Ahnenforschung kommt man nicht um das Jahr 1876 herum…
Leonardo Broillet: Tatsächlich, denn in jenem Jahr verordnete der Bundesstaat den Kantonen die Führung von Zivilstandsregistern. Dort sind Geburt, Heirat und Tod aller Bürgerinnen und Bürger verzeichnet.

Die Register sind aber nicht öffentlich. Im Kanton Freiburg unterliegt das Register laut Gesetz für 120 Jahre dem Datenschutz. Deshalb fallen Forschungen anhand der Zivilstandsregistern praktisch weg.

Den Genealogen bleiben aber die Kirchenregister, sozusagen die Zivilstandsregister der Kirchen. Vereinzelt bereits im 16. Jahrhundert beginnend, sind sie bis 1900 die wichtigste Quelle für Ahnenforscher.

Kirchenregister sind also die Hauptquellen, ihre Qualität ist allerdings unterschiedlich und hängt von der Gewissenhaftigkeit und auch dem Bildungsstand des Pfarrers ab. Um herauszufinden, wann eine Person geboren wurde, starb oder heiratete sind diese Register allerdings, soferne sie erhalten sind, unabdingbar. Zusätzliche biografische Daten wie Einkommen, Grundbesitz und ähnliches findet man in Sekundärquellen wie Steuerverzeichnissen oder Grundstücksurkunden.

swissinfo.ch: Wie muss der Familienforscher in den Archiven vorgehen?
L. B. : Er muss sich vorbereiten und einige Daten mitbringen. Je genauer diese sind, desto besser kann man sich danach den Quellen annähern.

Dazu ist es notwendig, dass man sich über die Familie kundig macht, am besten anhand von Familienbüchlein, Briefen und beglaubigten Akten. Das Ziel ist die Rückverfolgung der Ahnen über die letzten 100 oder 120 Jahre.

Ist dies nicht möglich, führt nichts am Zivilstandsregister vorbei. Zwar kann man dies nicht einsehen, aber auf Verlangen kann man Akten der Vorfahren erhalten.

swissinfo.ch: In den Archiven muss man recherchieren, eine Vielzahl von Akten studieren, alte Schriften entziffern etc. Dazu braucht man viel Zeit.
L. B. : Richtig. Es hängt aber auch davon ab, wonach man sucht. Will man lediglich einige Generationen zurück verfolgen, reichen einige Tage. Wer aber weiter in die Vergangenheit gehen will und alle Personen desselben Namens in Verbindung bringen, braucht Monate.


Die Anleitung ist im wesentlichen allgemein gehalten und nicht nur für Freiburger hilfreich, sondern richtet sich an alle Schweizer.

Abschließend nennt der Absolvent von mittelalterlicher Geschichte an der Universität Mailand einige Gründe für das zunehmende Interesse an Ahnenforschung.

swissinfo.ch: Was sagt die Begeisterung für die Ahnenforschung über die Gesellschaft aus?
L. B. : Das Interesse gründet teilweise darauf, dass wir in einer Gesellschaft leben, die sich wandelt und nach mehr fixen Bezugspunkten verlangt. Die Menschen leben nicht mehr im Dorf ihrer Vorfahren, sie wissen kaum mehr, woher sie stammen.

Es gibt ein Bedürfnis, die eigenen Wurzeln wieder zu finden und sich auf festen Boden setzen zu können. Dies, obwohl man mobil ist, die Eltern geschieden sind und man die Grosseltern nicht oder kaum mehr gekannt hat.

Olivier Pauchard, swissinfo.ch
(Übertragung aus dem Französischen: Renat Kuenzi)


Das Buch gliedert sich in drei Teile: eine generelle Einführung in die Ahnenforschung und Quellenkunde, Suche in Archiven nach Quellen und schließlich hält Broillet im dritten Teil praktische Übungen, etwa das Entziffern einer alten Handschrift bereit. Erhältlich wohl über die Societé d'Histoire du Canton de Fribourg. Leider konnte ich es bei einem Online-Buchhändler noch nicht auftreiben.